Kategorie: Blog

Warum Anfängergeist als sexy gelten sollte

Warum Anfängergeist als sexy gelten sollte

Wenn ich in diesen Tagen an einem Spielplatz vorbeilaufe, dann beschäftigt mich der Gedanke, dass die Mehrheit der Kinder, die dort spielen, in ca. zwanzig Jahren einen Job ausüben wird, den es heute noch gar nicht gibt und den wir uns teilweise kaum vorstellen können. Für die beruflichen Werdegänge unserer Kinder werden die Karrieren ihrer Eltern wenig Orientierung geben können. Denn in den nächsten 10 Jahren wird sich die Welt technologisch stärker verändern als in den letzten 100 Jahren. Der Einsatz und die sprunghafte Weiterentwicklung von Quantencomputern, 5G, Künstlicher Intelligenz, Blockchain, 3-D-Druck, Internet der Dinge, synthetischer Biologie und weiterer Grundlagentechnologien wird unsere Wirtschaft, unsere Arbeitswelt sowie unser gesellschaftliches Leben massiv verändern. Schon jetzt beklagen Soziologen und Technologen gleichermaßen, dass die „Technological Divide“, also die Kluft zwischen den technologisch Qualifizierten und den technologisch Abgehängten, gefährlich groß ist und in den kommenden Jahren ohne entsprechendes Gegensteuern weiter anwachsen wird. Die gegenwärtige Pandemie mit den Bildungsausfällen verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Das tut keiner Gesellschaft gut.

Mit Start-Up-Mentalität die Karriere planen: 5 konkrete Anregungen

Mit Start-Up-Mentalität die Karriere planen: 5 konkrete Anregungen

Disruption ist das allgegenwärtige Phänomen unserer Zeit. Digitalisierung, neue Technologien und globale Pandemie werfen vieles über Bord, was bislang Bestand hatte: Anforderungsprofile, Jobs, Aufstiegsmöglichkeiten, etablierte Karrieremuster und auch berufliche Existenzen. Gleichzeitig entstehen zahlreiche neue, oftmals sehr spannende Chancen, insbesondere in neuen Berufsfeldern, die durch den digitalen Wandel getrieben werden. So gilt inzwischen „Data Scientist“ als der „sexiest job of the 21st century“ (New York Times); man könnte die Liste an neuen Berufen mit exzellenten Perspektiven beliebig fortsetzen: Spezialisten in den Bereichen Cybersecurity, Künstliche Intelligenz, Robotik, Softwareentwicklung, Umwelttechnik und viele mehr. Zahlreiche Weiterbildungsformate entstehen, um lernwillige und -fähige Menschen in den dringend notwendigen neuen Anforderungen weiter zu qualifizieren. Man muss nicht zwingend IT-Experte sein oder ein technisches Studium abgeschlossen haben, um in dem großen Veränderungsprozess als Gewinner hervorzugehen. Gefragt ist vielmehr ein passenden Mindset, das ich als „Start-Up-Mentalität“ bezeichne. Anhand fünf konkreter Anregungen möchte ich beschreiben, wie man mit einer solchen Start-Up-Mentalität an seine eigene Karriere herangehen kann.

Corona- und Arbeitsmarktkrise: Bleib positiv und nimm dein Schicksal selbst in die Hand

Corona- und Arbeitsmarktkrise: Bleib positiv und nimm dein Schicksal selbst in die Hand

Die unvorhergesehene Pandemie hat unsere Gesellschaft, Wirtschaft und infolgedessen unseren Arbeitsmarkt innerhalb weniger Wochen in den Ausnahmezustand versetzt. Die deutsche Wirtschaft stürzt in die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte. Trotz Kurzarbeitergeld und Milliardenhilfsprogramm wird die Coronakrise Hundertausende Jobs in Deutschland vernichten; das renommierte ifo Institut rechnet mit bis zu 1,8 Mio. zusätzlichen Arbeitslosen. Die Krise ist auf den ersten Blick eine weltweite Gesundheitskrise. Aber sie führt zu einer historischen Weltwirtschaftskrise, die unseren Arbeitsmarkt massiv unter Druck setzt und der Höhepunkt noch vor uns liegt.

Digital Citizenship Skills: Wir brauchen eine flächendeckende digitale Alphabetisierung

Digital Citizenship Skills: Wir brauchen eine flächendeckende digitale Alphabetisierung

Wenn wir über die gezielte Vermittlung digitaler Kompetenzen sprechen, beziehen wir uns meist auf die Qualifizierung derjenigen, die unmittelbar vor dem Einstieg ins Erwerbsleben stehen (z.B. Studierende) oder Erwerbstätige. Hier gibt es zweifelsohne viel zu tun. Fakt ist aber auch: Wir müssen ALLE BÜRGER digital bilden, die an einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft aktiv teilhaben und sich im Internet bewegen. Die Diskussion um so genannte „Digital Citizenship Skills“ wird hierzulande noch unzureichend geführt, dabei ist sie so wichtig. Ziel sollte es sein, alle Menschen ausreichend digitalkompetent und datensouverän zu machen, damit flächendeckend in der Bevölkerung die Chancen der Digitalisierung erfasst und zugleich Risiken minimiert werden können.

Lessons Learned für weibliche Karrieren

Lessons Learned für weibliche Karrieren

Persönliche „Lessons Learned“ entlang meiner Karriere

Im Jahr 2005 habe ich nach meiner Promotion meine berufliche Reise namens Karriere begonnen. Ich bin entlang meiner Schul- und Studienzeit sehr gut in Fächern wie Mathematik, Physik und Geschichte ausgebildet worden, nicht aber, wie ich meine eigene Zukunft und die anderer gestalte. Als Startpunkt für meine Karriere wählte ich daher eine Unternehmensberatung, denn ich hatte wenig Plan, in welche konkrete Branche und Funktion es mich später einmal ziehen würde. 2005 war nicht nur das Jahr meines Berufseinstiegs, sondern auch das Jahr, in dem Angela Merkel als erste Frau in Deutschland Bundeskanzlerin und Regierungschefin wurde. Ich hatte dadurch das Gefühl, dass uns Frauen alle Wege in alle Ämter offenstehen – sofern wir es denn wollen. Heute – 15 Jahre nach meinem Berufseinstieg – bewerte ich die Situation differenzierter…